Grenzen

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Ich bin ein Tough Mudder Finisher.

In einem Event bei dem ein 16 km Lauf mit rund 21 Hindernissen zu bewältigen ist habe ich gelernt:

Es ist egal welche Bestzeit du machst.

Wichtig ist, dass du deine Grenzen findest und sie überwinden kannst, wenn du magst.

Also frage ich mich wo meine Grenzen sind. Ich suche ständig nach Herausforderungen um zu entdecken wie weit ich bereit bin zu gehen.

Ständig kommen wir an den Punkt wo wir uns fragen ob wir etwas bewältigen können oder ob wir scheitern werden. Wir machen uns so viele Gedanken und wägen das für und Wider ab. Dadurch binden wir so viel Zeit und Emotionen in die Vorbereitung unserer anstehenden Handlung ein, dass wir oft das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren.

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Wofür haben wir Grenzen?

Wenn wir unsere Grenzen kennen dann wissen wir wie weit wir gehen können. Diese Grenzen zeigen uns ganz klar, bis hier und nicht weiter. Wir können also entscheiden ohne lange zu überlegen ob wir imstande sind die geplante Handlung umzusetzen oder nicht.

Wir brauchen keine Vorbereitung.

Das setzt natürlich voraus, dass wir unsere Grenzen kennen. Sobald wir uns fragen ob wir das können oder nicht sind wir am zweifeln und diese Zweifel binden, wie erwähnt viel Kapazität. Wenn wir bewusst unsere Zweifel angehen und offensiv damit umzugehen lernen dann können wir spontan entscheiden und das ohne Zweifel.

Wir müssen uns nur an unsere Grenzen wagen. Das klingt jetzt erstmal beängstigend da unsere Grenzen ja oft mit unseren Ängsten einher gehen.

Aber wir müssen klar unsere Grenzen von unseren Ängsten abgrenzen.

Für mich besteht hinter meinen Grenzen noch ein großer Freiraum denn ich mir selber eingeräumt habe, eine Grauzone oder Puffer. Erst dahinter liegen meine Ängste. Aber an diese Grauzone musste ich mich auch erst rantasten, ähnlich so wie wenn man vorsichtig im trüben Wasser läuft und prüft wie tief das Wasser wirklich ist.

Schritt für Schritt.

So entwickelt sich ein bewusster Umgang mit unseren Grenzen. Als Benefit entdecken wir uns neu und finden heraus, dass wir doch zu mehr in der Lage sind als wir ursprünglich angenommen haben. Und das können wir erreichen, ganz einfach in dem wir unsere Komfortzone verlassen und uns an Dinge heranwagen die wir immer machen wollten.

Es gibt keinen Versuch.

Wir sollten es bewusst machen und uns behutsam an unsere Grenzen herantasten. Wenn wir scheitern ist das vollkommen okay denn dann wissen wir, dass wir nächstes mal nicht so weit gehen werden. Und wenn wir es gar nicht machen weil etwas anderes wichtiger/größer/beängstigender ist – dann willkommen, wir haben unsere Grenze erreicht. Es sei denn wir haben Zweifel ob diese Grenze wirklich unsere Grenze ist, dann sollten wir uns wieder näher heranwagen.

Selbstverständlich verschieben sich Grenzen auch gerne und so sind wir immer wieder dazu aufgerufen uns neu mit unseren Grenzen abzustimmen. Wenn das bewusst gelebt wird kann man über die Zeit beeindruckende Bewegungen feststellen. Als Beispiel kann ich hier das Erlebnis nennen als ich zum Vater geworden bin und sich meine Gefahrenschwelle weit nach hinten verlagert hat. Von einem Tag auf den anderen hat sich meine ganze Welt verschoben – wunderschön aber auch echt spannend. Und so ist es heute noch immer.

Und hin und wieder werden ja auch Grenzen überschritten. Manchmal kommen wir in Situationen die wir nur bedingt oder gar nicht unter Kontrolle haben. Solche Erlebnisse führen oft dazu, dass wir uns mit unseren Grenzen abstimmen müssen. Wenn wir in solche Situationen geraten ist das selten schön, da wie erwähnt, wir dann auch oft mit unseren Ängsten zusammenstoßen.

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Fakt ist, dass wir auch die Möglichkeit haben unsere Grenzen zu erweitern.

Wenn wir über unsere Grenzen hinausgehen und uns mit unseren Ängsten auseinander setzen, dann können wir unser Spektrum erweitern und uns Wege eröffnen die wir vormals nicht für möglich gehalten hätten – eine gute Möglichkeit ist der Tough Mudder. Aber auch jede andere Sache die ich mir (noch) nicht zutraue gibt mir die Möglichkeit meine Horizont zu erweitern.

So befinden wir uns in einem laufenden Prozess der sich immer wieder mit uns selbst abstimmen muss. Dadurch haben wir viele faszinierende Möglichkeiten uns zu entwickeln um Spontanität und zweifelsfreie Entscheidungen zu treffen.

Das bringt uns in ein Abenteuer das wir wieder und wieder für uns selbst entdecken können.

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2 Gedanken zu “Grenzen

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